Dachdeckerei

posted am: 8 November 2017

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Die Dachdeckerei ist ein sehr wichtiges Handwerk und für den Bau wind- und wettergeschützter Gebäude unerlässlich. Aber nicht nur für das Dach selbst ist dieses Gewerke zuständig, sondern auch für das Anbringen von Solaranlagen, Dachrinnen und Blitzschutzanlagen, für den Einbau von Dachfenstern und Dachluken und das Verkleiden von Wänden, zum Beispiel mit Schiefer und ähnlichem. Manche Dachdecker sind auch auf spezielle Aufgaben spezialisiert, zum Beispiel auf Reetdächer, auf Kirchturmdächer oder auf die Dachbegrünung. 

Die Geschichte der Dachdeckerei als Handwerk ist sehr lang. Schon lm frühesten Mittelalter wurden in den Klöstern, auf den Burgen und an den Fürstenhöfen Leute gebraucht, die die riesigen Dächer mit Steinen oder mit Stroh decken und immer wieder ausbessern. Sie waren fast immer Leibeigene, die so ihren Frondienst leisteten, aber es gab auch schon Meister ihres Faches, die die Arbeiten leiteten. Im 13.Jahrhundert wurden die Dachdecker zu einem eigenständigen Berufsstand, der damals noch als Leyendecker oder Strohdecker bezeichnet wurde und sich den Bauzünften, bzw. der Bau-Innung anschloss. Der Begriff Leyendecker stammt ab vom mittelhochdeutschen Wort Leie, was Schiefer bedeutet. 

Seit dem beginnenden 20.Jahrhundert gibt es eine eigene Dachdeckerzunft und auch heute noch ist der Dachdecker/die Dachdeckerin ein handwerklicher Lehrberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre, wobei es eine zweieinhalbjährige allgemeine Ausbildung und ein halbes Jahr Spezialisierung gibt. In dieser Zeit spezialisieren sich die Auszubildenden auf den Arbeitsschwerpunkt Dachdeckerei, Energietechnik, Reetdeckerei und Außenverkleidung. Jeder Jugendliche, der den Beruf des Dachdeckers erlernen möchte, sollte körperlich möglichst fit, belastbar, absolut schwindelfrei und handwerklich geschickt sein. Im letzten Jahr lernten rund 6.600 neue Dachdecker aus.  

Ihr Berufsbild ist heute so umfangreich wie nie zuvor und umfasst neben dem Hausbau und der Dach-Neueindeckung auch die Renovierung, die Sanierung und die Denkmalpflege. Die Dachdecker, beispielsweise von der Dujka GmbH, helfen bei der Umsetzung der Energieverordnung ebenso wie bei der optimalen Wärmedämmung und Schallisolierung. Oft arbeiten Dachdecker bei einzelnen Bauvorhaben eng mit den Bauklempnern, den Gas-Wasser Installateuren, Glasern und anderen Baugewerken zusammen und stimmen sich in allen Bauphasen ab.

Natürlich hat ein ausgebildeter Dachdecker mit Lehrabschluss auch die Möglichkeit dazu, sich weiter zu qualifizieren und dadurch weitere Berufsfelder für sich zu erreichen. Er kann eine Ausbildung als Dachdeckermeister absolvieren. Das wiederum ist die Voraussetzung für die Führung eines eigenen Unternehmens. Außerdem kann der Dachdecker Lehrausbilder, Techniker, geprüfter Polier, Baustellenleiter, Fachberater und Techniker im Denkmalschutz werden. Dafür ist der Besuch einer Fachschule oder Fachhochschule notwendig. Der Lehrabschluss Dachecker ermöglicht auch die Aufnahme eines Architekturstudiums oder eines Diplomstudiums zum Ingenieur für Bauingenieurwesens.

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